Im Modenbachtal, in der Gemarkung Altenforst, besitzt die Pollichia eine vier ha große Fläche oberhalb eines alten, geologisch interessanten Steinbruchs. Im Umfeld dieser Naturfläche befinden sich auch viele auf Terrassen angebauten Weinberge des Weingutes Scherr aus Hainfeld. Zusammen mit dem Seniorchef, Karl-Ludwig Scherr machte sich eine Gruppe Pollichianer auf den Weg um Aspekte naturnahen Weinbaus in dieser Region kennen zu lernen. Die Böden sind sehr steinig und Vulkangestein wechselt sich mit Schiefergestein ab. Die Neuanlage von Weinbergen ist daher eine große Herausforderung. Die Wurzeln der jungen Reben brauchen mehrere Jahre bis sie in genügend wasserführende Schichten vordringen. Der Ertrag ist mäßig, dafür die Qualität der Weine ausgezeichnet. Besonders die kühlen Winde, die in der Nacht von den Bergen durchs Tal ziehen, sorgen für die Gesundheit der Reben und für frische, gehaltvolle Weine.

Zur Belebung der Bodenstruktur und zur Versorgung der Reben wird ausschließlich biologisch gedüngt, vor allem mit Pferdedung vom Modenbacher Hof. Dieser sorgt für die Verbesserung der Humusschicht und einer Anreicherung des Bodenlebens.

Die Böschungen, die die einzelnen Terrassen trennen, werden so weit wie möglich, naturnah erhalten und sind Lebensraum für Insekten, Vögel und Kleinsäuger. Das Zusammenspiel von naturnahem Weinbau und der Umweltarbeit der Pollichia sorgt daher für eine artenreiche, vielfältig strukturierte Landschaft. So konnte Fritz Oehl aus Hainfled bei seinen langjährigen Beobachtungen nachweisen, dass sich die Vogelwelt in dieser Region, gegen den allgemeinen Trend, vorbildlich entwickelt hat.

Zum Abschluss der Exkursion servierte das Weingut Scherr Oliven, Käse und Weißbrot. Dazu gab es zwei korrospondierende Weine und einen sehr leckeren Sekt aus Goldmuskatellertrauben. Die Pollichia bedankt sich für dies sehr informative Führung und einen ansprechenden geselligen Abschluss.

Text und Foto: Pollichia Edenkoben